kaltes Wasser und wie spring ich endlich?

Eintausend Möglichkeiten. Fünfundzwanzigtausend Ideen. Einhundert Prozent Motivation.
Und überall zehn Prozent Fokus.

Ich stecke fest im Strudel meiner Möglichkeiten und das Gedankenkarussell dreht sich gnadenlos. Weiß ich so viel darüber, was ich machen möchte, so habe ich keinen blassen Schimmer darüber mit was ich beginnen soll.

Meine Komfortzone ist auch mein Gefängnis. Foltert mich. Ein Schleudertrauma der Emotionen begleitet mich täglich. In meiner kleinen Schlammpfütze suhle ich mich und halte mich fest an Zusprüchen und einzelnen Personen. Mein aktueller Job bring mir Geld und sorgt dafür, dass ich reisen kann. Aber auch bringt er Stillstand und Demütigungen. Ist es meine neue Art mich zu geiseln? Wem schenke ich hier gerade meine Zeit?

Was ich mache, kann ich gut. Is‘ aber auch nicht schwer… Wo gehts hin und wann höre ich endlich auf, mich zu beschweren und fang an zu handeln? Vielleicht übertreibe ich. Vielleicht ist’s alles gar nicht so schlimm. Aber mal ehrlich, muss ich mich in meiner kurzen Zeit hier mit weniger als dem 100% Streben nach Glück zufrieden geben?

Und schon wieder fange ich an mit Sinnfragen… Darum soll es eigentlich nicht ständig gehen. Vielmehr stehe ich vor der Entscheidung, mich zu lösen von dem was mir meinen Lebensstil ermöglicht und dem Unbekannten. Wer sagt, dass mein Lebensstil nur so zu halten ist? Wer sagt, dass Selbstgeiselung der Weg ist, um zu reisen und sich gewisse Materialitäten zu leisten?

Wie lange kann ich meine tägliche Selbstdisziplin noch strapazieren? Ich denke mir: Wenn ich es bei dem Job schaffe mich täglich 05.30 aus dem Bett falten um einen produktiven Tag zu starten, wie wird es erst sein, wenn ich täglich Dinge mache, die mir Spass bringen? Wäre ich unaufhaltsam? Supergirl?… Jedenfalls eine schöne Vorstellung.

Wann kommt aber der Moment in dem ich endlich vom Sprungbrett springe und ins kalte Wasser tauche, statt nur zu starren? Ich warte auf die Antwort oder den zündenden Impuls und nahm bisher an, dass das der richtige Weg sei. Denn so habe ich doch gelernt, wenn man nicht weiter weiß, erstmal ausharren bevor man sich falsch entscheidet. Nichts überstürzen war meine Devise…

Mittlerweile nerve ich mich selbst. Ich beschwere mich, ningel rum und mache dann doch nichts. Ich stehe nur da beobachte und versuche zu erkennen was da unter der Wasseroberfläche ist.

Entweder finde ich Nessi vom Loch Ness oder vielleicht Neapolis. So oder so warte ich auf jemand der mich schubst.

Ja, ja ich weiß. Niemand anders kann die Entscheidung für mich treffen. Und warum warte ich eigentlich auf etwas von Außen? Ich bin doch sonst so Entscheidungsfreudig. Was habe ich letztens gelesen….

„Triff eine Entscheidung und dann sieh zu, dass sie richtig ist“

Anscheinend ist der Schmerz noch nicht groß genug, trotzdem ausreichend, da ich tätig werden muss. – Und da ist es wieder „muss“ – Wie oft ich mir täglich im Geist vorbete, dass ich etwas „muss“ und „sollte“. Oder dass es „notwendig“ ist…. Am Ende ist es notwendig, dass ich mich schlafen lege, Nahrung zu mir führe und auf’s Klo gehe. Ich muss überhaupt keinen Job erbringen, auf den ich keine Lust habe, oder der mir keinen Freiraum lässt. Ich muss mich auch nicht mit Menschen abgeben, die noch weit entfernt sind davon, mal hinter die Kulissen zu schauen. Ja, ich weiß das alles. Und was mache ich draus?

Mein Weg runter zum Wasser ist also noch unklar. Da ich aber tätig sein will und noch nicht bereit bin für den Sprung, baue ich mir jetzt eine Treppe. Mein letzter Versuch. Ganz offiziell. Mit zeitlicher Begrenzung.
Hier und Jetzt schwöre ich feierlich mit Zepter und Krone, dass ich das sinkende Schiff in 6 Monaten verlasse. Bis dahin wäre es gut, eine Alternative zu haben…

Wenn ich also hier meine Bestellung ans Universum abgeben darf… So wünsche ich mir ein geregeltes Einkommen, ein gut skalierbares Geschäft – gemacht aus meinem Herz. Achso: und süße Erdbeeren, bitte.

Danke. Adios.
Maria

5 Kommentare zu „kaltes Wasser und wie spring ich endlich?

  1. Schöner Beitrag liebe Maria,
    ich hoffe, dass sich bald die Sinnfragen legen werden und du einen Weg einschlagen kannst, der für dich mehr Glück und Zufriedenheit verspricht. Steck den Kopf nicht in den Sand, denn es gibt immerhin noch einen schönen Horizont über dem weiten Meer.
    Du schaffst das! Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.
    Bis dahin alles Liebe und Gute
    Pandalie

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