Bin ich, Bin ich, Bin ich…

& wenn ich nicht hier bin, bin ich auf’m Sonnendeck.

Nun habe ich keinen Schimmer warum mir zu meinem heutigen Gemütszustand der Liedtext von Peter Licht in den Sinn kommt. Ich könnte es analysieren & ich gestehe den kompletten Liedtext gerade gegoogelt zu haben. Dachte auch kurz darüber nach, ob es Leute gibt, die sich einem höherem Sinn des Liedes gewidmet haben. Alles egal, denn meine Muse treibt mich hierher & veranlasst Gedankengut fließen zu lassen.

Nehme ich die letzten Beiträge her, sehe ich, dass sich im realen Leben doch einiges getan hat. Vor allem aber ist’s eine Weile her. Das mag ich an dieser Seite… Hier herrscht kein Druck. Gehört mir & ich entscheide wann ich schreibe. Ich habe die Macht… Gebe ich die Macht aus der Hand, wird es unangenehm. Für mich & meine Umgebung. Mein Freiheitsdrang zwängt mich in Unflexibilität & macht mich unbequem. Also…

Bin ich – flexibel unflexibel oder auch frei gefangen?

Vielleicht auch nur nicht erfüllte Erwartungen. Ich schreibe in Rätseln… Auch geschuldet meiner mangelnden Courage „es“ beim Namen zu nennen.

Bezogen auf meinen Post kaltes Wasser und wie spring ich endlich?, bin ich dann doch eher die Treppen runter gegangen. Nun ja, immerhin ist es kalt & ich schwimme. Wem will ich da was beweisen? Aber sie sagen doch „raus aus der Komfortzone“… Mach ich. Habe mich also verabschiedet aus meinem gewohnten Dasein & bin in unbekanntes, bekanntes Territorium gegangen. War ich schonmal hier. So finde ich mich wieder in einer gewohnten, ungewohnten Umgebung. Vieles ist gleich & doch neu, denn ich spiele nicht mehr die Bürostute. Mische Beton & schleppe Eimer. Hilfsarbeiten, statt Projektleitung. Naja, quasi bin ich jetzt Projektleiter für Betonmischungen. Komme ich ja vom Bau, bin ich aber trotzdem nicht zu gebrauchen für die wichtigen Arbeiten. Mit CAD kann ich da nicht viel anfangen. Zimmern, Flexsen & Bagger fahren, kann ich alles nicht. Also, was bleibt sind Hilfsarbeiten. In meiner romantischen Vorstellung stelle ich Kunst her & bin kreativ. Ich nehm’s wie es kommt. Hab ich mir ja ausgesucht… Oder doch nicht? War das ernsthaft meine Idee? Raus aus der gewohnten Umgebung & an den Betonmischer? Nein, hier spielt mir meine Begeisterungsfähigkeit einen Streich. Eingeladen & gemocht. Begeistert von einer Idee & allgemein genervt von der aktuellen Situation lasse ich mich gern dahin reissen. In meiner Vorstellung komme ich in ein familiäres Umfeld. Werde Willkommen geheißen & mitgenommen. Was die Realität bringt, ist anders. Rohe Holzhütte Innen wie Außen – aufgeheizt & Zuhause von diversem Getier. Das stille Örtchen – zu erreichen: Raus, runter, rüber, hoch. Plumpsklo. Mein sanitäres Grundbedürfnis wird mit Füßen getreten. Selbst beim Camping mit dem Campervan in Neuseeland habe ich ein ordentliches Klohaus bekommen. Für die einen Abenteuer, für die Anderen herablassende Unterkunft für jemand der „herzlich“ Willkommen ist.

Bin ich – doch nicht mehr 20. Ach, & nötig habe ich es auch nicht.

Bekannte Gefühle machen sich breit. Ich will gefallen & gemocht werden. Kann ich sicher machen was ich will. Klappt nicht.
Denn mit meiner Art mache ich mir erfahrungsgemäß nicht immer Freunde. Lieben oder Hassen. Plus oder Minus. Ich polarisiere… Warum akzeptiere ich das nicht endlich?
Bekannte Gefühle von Unwohlsein. Ich erinnere mich… Wurde ich damals schon physisch verlassen & fühlte mich schlecht allein zu sein. Nicht der Person geschuldet, die weg war – wohl eher dem Gefühl nun in der Gemeinschaft keinen Kompagnon zu haben. Obgleich die Kompanie eher schwierig war. Den wahren Grund erkenne ich erst jetzt.

Bin ich ja nicht hier, weil ich gerade in meinem ersten Abenteuer nach der Schule stecke. Nützlich & wertvoll möchte ich mich fühlen. Das übliche hecheln nach Anerkennung. Zu 50% bekomme ich dies auch. Die anderen 50% sagen mir allerdings auf subtile Art, dass ich nicht willkommen bin. Im Gegenteil, ich spüre Eifersucht, Blicke & Missgunst. Keine gesunde Umgebung… Ist das alles nur Heimweh? Überbewertung & Müdigkeit?
Mach mir erstmal eine Kerze an. Hauch von Hygge.
Was bleibt, ist eine Entscheidung…

Bin ich also unzufrieden & legte mir doch auf verdammt frei & damit glücklich zu sein.

Verschwendeter Tag – habe viel zu viel Zeit damit verbracht in meinen Gedanken fest zu hängen. Zumindest aber auf dem Sonnendeck…

In diesem Sinne.
Bis zum nächsten Erguss.

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